Forschungsstelle Jeremias Gotthelf

2018 bis dato

Doktorandin im IFK-Projekt «Religious Conflicts and Coping Strategies» an der Universität Bern bei Prof. Dr. Heinrich Richard Schmidt

2016 bis 2017

Stellvertretende Lehrperson in den Fächern Geschichte und Geographie an der Alten Kantonsschule Aarau

2016 bis 2018 

Freelancerin bei MMWyss – Konzeption und Realisation von Ausstellungsmedien 

2016 bis 2018 

Studium des Höheren Lehramts Sekundarstufe II in den Fächern Geschichte und Geographie mit integrierte berufspädagogischer Qualifikation an der Pädagogischen Hochschule Bern

2012 bis 2016 

Masterstudium in Geschichte und Geographie an der Universität Bern

2015 bis 2016 

Transkribentin im Forschungsprojekt «Das Kloster-Tagebuch des Einsiedler Paters Joseph Dietrich, 1670-1704. Kommentierte Online-Edition» an der Universität Bern

2015 

Transkribentin einer Auswahl an Dumelin-Dokumenten bei Diplomatische Dokumente Schweiz (Dodis)

2014 

Stellvertretende Lehrperson im Fach Geographie an der Bezirksschule Seengen

2014 bis 2015  

Tutorin an der Abteilung für Neuere Geschichte

2013 bis 2015

Hilfsassistentin im SNF-Projekt «Das Niedere Schulwesen in der Schweiz am Ende der Frühen Neuzeit. Edition und Auswertung der Stapfer-Enquête von 1799» an der Universität Bern

2013 

Stellvertretende Lehrperson im Fach Geographie an der Bezirksschule Suhr

2007 bis 2012 

Bachelorstudium in Geschichte und Geographie an der Universität Bern

  • Alphabetisierungs- und Schulgeschichte der Frühen Neuzeit
  • Konfessionalisierung in der Frühen Neuzeit
  • Gelehrtennetzwerke und Sozietäten im 18. Jahrhundert
  • Ländliches Leben und Arbeiten in der Schweiz im 19. und frühen 20. Jahrhundert

Die Studie befasst sich mit konfessionellen Konflikten in der Alten Eidgenossenschaft anhand der vier Schweizer Religionskriege in der frühen Neuzeit – dem 1. und 2. Kappeler Krieg sowie dem 1. und 2. Villmerger Krieg. Dabei wird untersucht, auf welche Art und Weise konfessionelle Identitäten und Abgrenzung geschaffen wurden, wie die konfessionellen Differenzen zu Konflikten eskalierten und wie diese beispielsweise nach einem Religionskrieg wieder deeskalierten und wie in diesen verschiedenen Phasen mit konfessionellen Differenzen umgegangen wurde. Zentral ist dabei die Frage, wie die konfessionellen Konflikte rhetorisch geschaffen, legitimiert und wieder beschwichtigt wurden; dementsprechend auch, wie die konfessionellen Konflikte eingefroren werden konnten, um ein gemischtkonfessionelles Zusammenleben im Alltag lebbar zu machen. Untersucht wird insbesondere auch, welche grundlegenden rhetorische Konflikt- und Copingstrategien in unterschiedlichen Kontexten und Zeiten der Eskalation und Deeskalation auftraten.

Diese Studie zu konfessionellen Konflikten und wie mit ihnen umgegangen wurde, orientiert sich zeitlich an der Frühen Neuzeit. Gleichzeitig behandelt ein zweites Dissertationsprojekt ähnliche Fragen für den Kontext der Schweiz während des 19. Jahrhunderts insbesondere im Hinblick auf den Sonderbundskrieg und den Kulturkampf. In der Zusammenarbeit mit dieser von Dominique Juen durchgeführten Studie wird untersucht, ob Parallelen, Kontinuitäten oder Brüche im Umgang mit der tiefgreifenden konfessionellen Spaltung zwischen unterschiedlichen Epochen bestehen. Eine zentrale Frage ist dabei, wie die konfessionellen Konflikte, die im Laufe des 18. Jahrhunderts deutlich an Bedeutung verloren, im Rahmen neuer innereidgenössischer Differenzen im 19. Jahrhundert wieder hervorgeholt und erfolgreich als Legitimationsgrundlage für eine neue Auseinandersetzung verwendet werden konnten.

Das Dissertationsprojekt ist in der Interfakultären Forschungskooperation (IFK) «Religious Conflicts and Coping Strategies» eingebunden und befasst sich daher auch mit den Fragen, welche Rolle die konfessionellen Differenzen bei der Konfliktentstehung spielten, wie sie strategisch eingesetzt wurden, um eine moralische Überlegenheit über die Anderen zu erhalten und auf welchen konfessionellen Stereotypen und Vorurteilen die konfessionalisierende Rhetorik aufbauen konnte. Nicht zuletzt soll die Frage, inwiefern ein Coping im Umgang mit konfessionellen Differenzen stattfand und eine Sozialisierung des Konflikts ermöglichte, die Zusammenarbeit mit anderen Teilprojekten des IFK befruchten.